Energie
Solaranlage in der Schweiz: Preise und Förderung
Aktualisiert am 2026-07-28 · 7 Min. Lesezeit
Die Förderung der Photovoltaik in der Schweiz ruht auf drei Ebenen: einem Bundesbeitrag über Pronovo, stark variierenden kantonalen Beiträgen und dem Steuerabzug des Restbetrags. Richtig kombiniert decken diese drei Schichten häufig 35 bis 45 Prozent des Bruttopreises.
Preise einer Anlage
| Leistung | Fläche | Bruttopreis (CHF) | Jahresertrag |
|---|---|---|---|
| 6 kWp | ca. 30 m² | 18 000 – 22 000 | 5 500 – 7 000 kWh |
| 8 kWp | ca. 40 m² | 22 000 – 28 000 | 7 500 – 9 500 kWh |
| 12 kWp | ca. 60 m² | 30 000 – 38 000 | 11 000 – 14 000 kWh |
| 30 kWp | ca. 100 m² | 40 000 – 48 000 | 28 000 – 35 000 kWh |
Die Einmalvergütung von Pronovo
Pronovo, eine vom Bundesamt für Energie beauftragte Tochtergesellschaft von Swissgrid, zahlt einen einmaligen Investitionsbeitrag. Er deckt höchstens 30 Prozent der Investitionskosten von Referenzanlagen und besteht aus einem pauschalen Grundbeitrag und einem Beitrag pro installiertem Kilowatt.
Bei einer kleinen Wohnanlage liegt der Grundbeitrag je nach Leistungsklasse bei etwa 200 bis 400 CHF, dazu kommen rund 320 bis 380 CHF pro Kilowatt-Peak. Die Ansätze werden jährlich überprüft und treten am 1. April in Kraft: Der offizielle Tarifrechner von Pronovo bleibt die einzige verlässliche Referenz.
Kantonale Beiträge kommen dazu
- Genf: Die Industriellen Werke zahlen eine Solarprämie von 25 Prozent der Bundesvergütung für jede von Pronovo zertifizierte Eigenverbrauchsanlage
- Waadt: kantonales Programm mit Bonus für Eigenverbrauch
- Wallis: Bonus für Anlagen in Höhenlagen mit höherem Ertrag
- Einzelne Waadtländer und Freiburger Gemeinden fügen eine dritte, lokale Förderebene hinzu
- Die Bundesvergütung schmälert den Anspruch auf kantonale Beiträge nie, und umgekehrt
Rentabilität: Der Eigenverbrauch entscheidet
Der Rücklieferungstarif für den Überschuss wird vom lokalen Netzbetreiber festgelegt und variiert stark von Gemeinde zu Gemeinde. Er liegt in jedem Fall deutlich unter dem Strombezugspreis. Eine vor Ort verbrauchte Kilowattstunde ist damit deutlich mehr wert als eine eingespeiste.
Die gesamte Wirtschaftlichkeit beruht darauf, Verbräuche in die Produktionszeiten zu verschieben: Boiler, Waschmaschine, Ladung des Elektroautos. Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch erlaubt zudem in einem Mehrfamilienhaus, die Produktion auf mehrere Wohnungen zu verteilen und den Eigenverbrauchsanteil deutlich zu erhöhen.
Was kostet eine Solaranlage in der Schweiz?
18 000 bis 22 000 CHF brutto für 6 kWp, 22 000 bis 28 000 CHF für 8 kWp. Nach Förderung und Steuerabzug sinken die Nettokosten häufig um 35 bis 45 Prozent.
Wie erhält man die Einmalvergütung?
Das Gesuch wird online bei Pronovo eingereicht, nachdem die Anlage in Betrieb genommen wurde. In der Regel übernimmt dies der Installateur. Die Auszahlung erfolgt in den Monaten nach der Prüfung.
Lassen sich Bundes- und Kantonsbeiträge kumulieren?
Ja, das ist die Regel. Die Einmalvergütung schmälert kantonale Beiträge nicht, und mehrere Gemeinden legen lokal noch etwas drauf.
Was bringt der eingespeiste Überschuss?
Der Tarif wird vom lokalen Netzbetreiber festgelegt und variiert stark je nach Gemeinde. Er liegt deutlich unter dem Bezugspreis, weshalb sich hoher Eigenverbrauch lohnt.
Lohnt sich ein Speicher?
Er erhöht den Eigenverbrauch, bleibt aber teuer und wird von der Einmalvergütung nicht unterstützt. Für einen durchschnittlichen Haushalt ist die Eigenrentabilität selten belegt.
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