Heizung

Was kostet eine Wärmepumpe in der Schweiz?

Aktualisiert am 2026-07-28 · 8 Min. Lesezeit

Der Ersatz einer Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ist in der Schweiz zur Norm geworden, getrieben von kantonalen Einschränkungen für fossile Energien und substanziellen Förderbeiträgen. Das Budget bleibt hoch, doch der Restbetrag nach Förderung und Steuerabzug verändert die Rechnung erheblich.

Preise einer Installation

WärmepumpentypInstalliert (CHF)Einsatz
Luft-Wasser-Wärmepumpe30 000 – 40 000Der häufigste Fall bei Sanierungen
Sole-Wasser-Wärmepumpe, Erdsonde45 000 – 70 000Bohrung nötig, höhere Effizienz
Wasser-Wasser-Wärmepumpe40 000 – 65 000Konzession für Wasserentnahme nötig
Erdsondenbohrung allein80 – 120 pro MeterÜbliche Tiefe 100 bis 250 m

Diese Beträge liegen deutlich über den französischen Preisen, was sich durch die Arbeitskosten und die technischen Anforderungen in der Schweiz erklärt. Enthalten sind Ausbau des alten Kessels, Hydraulik, Inbetriebnahme und Elektroanschluss.

Das Gebäudeprogramm: Massnahmen M-05 und M-06

Das Gebäudeprogramm wird vom Bund und den 26 Kantonen mitfinanziert. Jeder Kanton veröffentlicht eigene Leistungsblätter über das gemeinsame Portal, weshalb derselbe Massnahmencode je nach Kanton sehr unterschiedliche Beträge bedeutet.

KantonWP-Förderung (Richtwert)
Genfab 9 000 CHF, mehr bei Erdwärme
Waadtab 6 000 CHF — Luft-Wasser 3 500 + 150/kW, Sole-Wasser 5 000 + 300/kW
Wallisbis 9 000 CHF
FreiburgAnsätze nahe am Kanton Waadt
Weitere Kantone5 000 CHF pauschal bis 15 kW, danach 400 CHF/kW in mehreren Tarifen
Das Gesuch muss zwingend vor Baubeginn eingereicht werden. Ein nachträglich eingereichtes Dossier wird ausnahmslos abgelehnt. Das ist der häufigste Grund für den Verlust der Förderung.

Die Voraussetzungen

  • Die Wärmepumpe muss eine fossile oder elektrische Widerstandsheizung ersetzen
  • Das Gebäude muss bestehen: Neubauten sind ausgeschlossen
  • In mehreren Kantonen wird ein GEAK verlangt — Klasse A bis E im Kanton Waadt bei Bauten vor 2000, mindestens Klasse E in Freiburg
  • Bis 15 kW gilt der Standard WP-System-Modul; darüber Leistungsgarantie EnergieSchweiz und anerkanntes Label
  • Bestehende Heizkörper müssen mit Thermostatventilen ausgerüstet sein
  • In einzelnen Kantonen ist der GEAK nach den Arbeiten zu aktualisieren

Der Steuerabzug, oft unterschätzt

In der Schweiz sind energetische Sanierungskosten vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Der nicht subventionierte Anteil kann vollständig abgezogen und über mehrere Steuerperioden verteilt werden, wenn der Betrag das Jahreseinkommen übersteigt. Bei einer Anlage von 35 000 CHF mit 7 000 CHF Förderung betrifft der Abzug 28 000 CHF.

Zusammen mit der kantonalen Förderung und allfälligen Gemeindebeiträgen senkt der Steuerabzug die effektiven Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe häufig auf 15 000 bis 22 000 CHF. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde: mehrere gewähren kumulierbare Beiträge.
Was kostet eine Wärmepumpe in der Schweiz?

30 000 bis 40 000 CHF für eine installierte Luft-Wasser-Wärmepumpe, 45 000 bis 70 000 CHF für eine Erdwärmeanlage mit Bohrung.

Wie hoch ist die Förderung?

Je nach Kanton: ab 6 000 CHF im Kanton Waadt, ab 9 000 CHF in Genf, bis 9 000 CHF im Wallis. Mehrere Kantone zahlen eine Pauschale bis 15 kW und danach einen Ansatz pro Kilowatt.

Braucht es einen GEAK für die Förderung?

In mehreren Kantonen ja. Waadt verlangt Klasse A bis E für Bauten vor 2000, Freiburg mindestens Klasse E. Der GEAK geht zulasten der Eigentümerschaft.

Sind die Arbeiten steuerlich abziehbar?

Ja. Der nicht subventionierte Anteil ist vom steuerbaren Einkommen abziehbar und kann auf mehrere Steuerperioden verteilt werden.

Wann ist das Gesuch einzureichen?

Zwingend vor Baubeginn. Ein nachträglich eingereichtes Gesuch wird abgelehnt.

Offizielle Quellen

Ein Projekt geplant?

Erhalten Sie Offerten von geprüften Handwerkern in Ihrer Nähe.

Meine Offerten erhalten